Gnade vor Recht? Glaube, Krieg und Liebe im Jahre 1704 in Oettingen

Martin Luther lebt! Kostümprobe im Evangelischen Gemeindehaus Oettingen

Martin Luther lebt! Kostümprobe im Evangelischen Gemeindehaus Oettingen

Eine großartige Gemeinschaftsleistung haben evangelische und katholische Mitchristen zum Reformationsjubiläum auf die Beine gestellt. Ein abendfüllendes Theaterstück wird am 29. September 2017 um 19.00 Uhr in der Evangelischen St. Jakobskirche Premiere feiern und nochmals am 2. Oktober um 19.00 Uhr in St. Jakob aufgeführt werden. Das Historienfestspiel wurde von Oettingens früherer Schulleiterin Claudia Langer geschrieben und handelt von der dramatischen Liebe eines jungen Paares zur Zeit des Spanischen Erbfolgekriegs. „Gnade vor Recht?“ – auf dieses „happy end“ hoffen die beiden Liebenden, während auf der Bühne das pralle und bunte Leben der Oettinger Stadtbevölkerung und ihrer Kabbeleien in Glaubensfragen inszeniert werden. In höchster Not erscheint gar Martin Luther aus dem Jenseits, um mit seinem Choral „Ein feste Burg ist unser Gott“ dem Liebespaar Trost zu spenden. Der Vorverkauf im Tourismusbüro des Oettinger Rathauses hat begonnen.

 

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Sebastiansbruderschaft Oettingen

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Wer sind wir?

Die Sebastiansbruderschaft in Oettingen besteht seit 1469. Sie ist damit nicht nur eine der ältesten Bruderschaften ihrer Art, sondern eine von ganz wenigen Körperschaften, die seit ihrer Gründung bis zum heutigen Tag ununterbrochen fortgeführt worden sind. Die Sebastians­bruderschaft ist kein Verein, sondern eine Glaubens- und Gebetsge­mein­schaft. Unsere Vereinssitzung ist der Sonntags­gottesdienst! Unsere Gene­ralversamm­lung ist das jährliche Patro­zinium am 20. Januar mit Andacht der Sebastians­bruder­schaft und dem Gebet für alle lebenden und verstorbenen Mitglieder. Weiterlesen

Maria in der Herrlichkeit des Himmels

Immenstädter Madonna

Immenstädter Madonna

Die Stadtpfarrkirche St. Nikolaus in Immenstadt im Allgäu hütet seit Jahrhunderten eine lebensgroße Holzfigur der Gottesmutter Maria mit dem Jesuskind. Sie wird der Ulmer Schule des späten 15. Jahrhunderts zugeschrieben und hat mich seit meiner Kindheit begleitet. Unter ihren gütigen Augen bin ich in dieser Kirche getauft worden, zur Erstkommunion gegangen, habe manche Maiandacht erlebt und meine Primiz gefeiert. Erst sehr spät ist mir aufgefallen, dass der Künstler in diese Mariendarstellung eine versteckte Botschaft hineingeschnitzt hat. Das Jesuskind umrahmt mit seinem angewinkelten rechten Arm und dem rechten Bein genau jene Stelle, an der das Herz der Maria sitzt. Das lenkt den Blick wie von selbst auf die biblische Botschaft, wonach Maria alles, was geschehen war, in ihrem Herzen bewahrte und darüber nachdachte. (vgl. Lk 2,19) Am Hochfest Mariä Himmelfahrt sehen wir die Gottesmutter mit ihrem Herzen im Himmel, eingebettet in das Licht der göttlichen Dreifaltigkeit und zugleich uns Gläubigen voll Liebe zugewandt. Mit Maria singen wir: “Meine Seele preist die Größe des Herrn, und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.” (Lk 1,46)