Bilde unser Herz nach deinem Herzen

Gemälde der Herz-Jesu-Missionare in Salzburg

Gemälde der Herz-Jesu-Missionare in Salzburg

Der ganze Monat Juni ist in besonderer Weise der Verehrung des heiligsten Herzens Jesu gewidmet. Die Herz-Jesu-Verehrung hat in der katholischen Kirche eine lange Tradition und geht bis auf das frühe Mittelalter zurück. Am 27. Dezember 1673 hatte die heilige Margareta Maria Alacoque (1647-1690) eine Vision, in der sie Jesus Christus dazu beauftragte, sich für die Verehrung seines göttlichen Herzens einzusetzen. Im Jahr 1796 versprachen die Tiroler Land-stände angesichts der Gefahr durch die Truppen Napoleons I. feierlich, das Land Tirol dem Heiligsten Herzen Jesu anzuvertrauen. Weiterlesen

Maria, die Frau aus dem Volke

Oettinger Madonna (um 1880)

Oettinger Madonna (um 1880)

Der Apostel Paulus schreibt in seinem Brief an die Galater: „Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und dem Gesetz unterstellt, damit er die freikaufe, die unter dem Gesetz stehen, und damit wir die Sohnschaft erlangen.“ (Gal 4,4-5) Die Darstellung der Muttergottes mit Kind am neugotischen Hochaltar der Stadtpfarrkirche St. Sebastian in Oettingen scheint von den einfachen und geradlinigen Worten des Galaterbriefs inspiriert zu sein. Geboren von einer Frau: So schnörkellos wie dieser Satz ist Maria aus dem Lindenholz herausgeschnitzt. Keine Krone und kein Heiligenschein zieren ihr Haupt, kein Zepter ruht in ihrer Hand. Hier ist Maria noch ganz die „Frau aus dem Volke“, wie es in einem Marienlied heißt. Weiterlesen

Auferstanden von den Toten

Auferstandener Christus (um 1475)

Auferstandener Christus (um 1475)

Das Bild von der „Auferstehung Christi“ ist ein Holztafelgemälde aus dem 15. Jahrhundert, das dem „Meister des Hausbuches“ zugeschrieben wird. Der gütige Blick des Auferstandenen hat eine magische Anziehungskraft. Ruhig und friedlich sieht er den Betrachter an. Vor seinem Blick werde ich zum ungläubigen Thomas, der zuerst nicht an das Wunder der Auferstehung glauben kann. Dann aber darf er dem Herrn begegnen, der zu ihm sagt: „Streck deinen Finger aus – hier sind meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!“ (Joh 20,27) Jesus zeigt mir seine Kreuzeswunden. Er versteckt sie nicht. So will er mich mit meinen eigenen Verwundungen, Enttäuschungen und Zweifeln versöhnen. Weiterlesen