Betrachtungen zum Hymnus Veni Creator Spiritus

Gott Vater und Gott Heiliger Geist von Paolo Veronese (1528-1588)

Gott Vater und Gott Heiliger Geist von Paolo Veronese (1528-1588)

Komm, Schöpfer Geist, kehr bei uns ein, besuch das Herz der Kinder dein: Die deine Macht erschaffen hat, erfülle nun mit deiner Gnad.

Ja, Kinder Gottes sind wir, sein Eigentum von Anfang an, Söhne und Töchter des Höchsten, Brüder und Schwestern in Christus, unserem Herrn. Gott, der mich erschaffen hat, möchte so gerne bei mir sein und mich auf allen Wegen meines Lebens begleiten. Gott haucht allem seinen Lebensatem ein und sorgt sich darum, dass nichts von allem, was er erschaffen hat, verloren geht. Das nenne ich Gnade: das Gefühl einer unerschütterlichen und unaufgebbaren Gewissheit, von Gottes liebevoller Gegenwart umhüllt zu sein, geborgen im Schatten seiner Flügel, innerlich gestärkt, aufgebaut und gefestigt durch ein lebendiges Gottesbewusstsein. Weiterlesen

Mit Maria dem Himmel entgegen

Maialtar in Oettingen

Maialtar in Oettingen

Auf dem neu gestalteten Maialtar der Stadtpfarrkirche St. Sebastian in Oettingen hat die Muttergottes alle Hände voll zu tun. Auf dem linken Arm trägt sie ihren Sohn Jesus und mit ihrer rechten Hand hält sie uns den Rosenkranz entgegen. Mir ist, als wollte sie sagen: Schaut auf Jesus und betrachtet die Geheimnisse des Glaubens! In der Tat bieten die Rosenkranzgeheimnisse einen tiefen Einblick in das Herz des Erlösers und in das Herz der Muttergottes. Jesus Christus hat wie wir als Mensch gelebt, mit allen Höhen und Tiefen, mit Freude und Leid. Und genau das verdeutlichen die freudenreichen, die schmerzhaften und die glorreichen Rosenkranzgeheimnisse. Weiterlesen

Christus ist unser Osterlamm

Osterlamm in der Kathedrale von San Benedetto del Tronto

Osterlamm in der Kathedrale von San Benedetto del Tronto

In der römischen Antike entstand der Ausspruch HOMO HOMINI LUPUS: Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf. Eigentlich müsste man sagen: Noch viel schlimmer als Wölfe sind Menschen, wenn sie brutal und gewalttätig übereinander herfallen. Da sind die eher scheuen, intelligenten und in Rudeln sehr sozial zusammenlebenden Wölfe ja richtige Heilige, verglichen mit dem, was im Wesen des Menschen so alles schlummert. Und weil das so ist, deshalb hat die christliche Botschaft gegen diese Wolfsmentalität des Menschen ein starkes Gegenbild gesetzt, von dem es in der Bibel heißt, dass es letztlich immer stärker sein wird als alles Böse und dass es den Tod überwindet. Das ist das Gegenbild des Lammes. Und dieses Lamm trägt in der Bibel auch einen Namen: Jesus Christus, das Lamm Gottes. Weiterlesen