30 Jahre Mesnerdienst in Hirschbrunn

Brigitte Seibold, Ulrich Manz, Christa Engelländer, Irma Raab und Birgit Haas - Foto Hermann Kucher

Brigitte Seibold, Ulrich Manz, Christa Engelländer, Irma Raab und Birgit Haas – Foto Hermann Kucher

Für 30 Jahre treuen und zuverlässigen Mesnerdienst wurde am 2. November 2019 Frau Irma Raab in der fürstlichen Schlosskapelle Mariä Himmelfahrt Hirschbrunn in Dornstadt von Stadtpfarrer Dr. Ulrich Manz geehrt.  Er sei von Herzen dankbar, so Manz, dass immer alles perfekt vorbereitet sei: Gotteslob, Messbuch, das Buch für die Lesungen und  Fürbitten. Besonders hob er den exzellenten Blumenschmuck hervor, welcher in seiner geschmackvollen und dezenten Art den Barockaltar besonders erstrahlen lasse. In den 30 Jahren hatte die Osterkerze immer ein neues, religiöses Motiv, konnten Jung und Alt die große Weihnachtskrippe und die geschmückten Christbäume um den Altar bestaunen. Weiterlesen

Näher bei sich – näher bei Gott

Hochwürden Don Camillo (1961)

Hochwürden Don Camillo (1961)

In dem französisch-italienischen Spielfilm „Hoch­würden Don Camillo“ von 1961 (frz. Don Camillo Monsignor) be­schwert sich der mittlerweile zum Monsignore ernannte Don Camillo beim Gekreuzigten am Hochaltar der Kirche von Brescello, dass er die Stimme des Herrn in Rom so lange nicht gehört habe. Der Gekreu­zig­te antwortet ihm: „Gott ist den Menschen überall gleich nah, Don Camillo. Hier scheint er dir nur näher zu sein, weil du dir selber näher bist.“ Dieser kurze Dialog hat mich sehr nachdenklich gemacht. Einerseits erinnert er mich an die berühmte Inschrift am Apollotempel von Delphi: „Erkenne dich selbst!“ (griech. gnothi seauton) Andererseits muss ich an ein scholastisches Axiom denken, das ich mir seit meiner Studienzeit bewahre. Weiterlesen

Der Gnadenstuhl der göttlichen Dreifaltigkeit

Gnadenstuhl aus dem Landgrafenpsalter Stuttgart

Gnadenstuhl aus dem Landgrafenpsalter Stuttgart

Zeichen und Symbol für ein lebenslanges und unerschütterliches Gottvertrauen ist der so genannte Gnadenstuhl, der in der christlichen Kunst reich ausgestaltet worden ist. Der Gnadenstuhl zeigt Christus am Kreuz, dessen Querbalken von Gott Vater kraftvoll gehalten und mit dem Mantel der Barmherzigkeit überschattet werden. Über dem Vater und seinem Sohn schwebt die Taube als Symbol des Heiligen Geistes. Der Gnadenstuhl ist zugleich auch eine bildhafte Zusammenfassung unseres Glaubens an die göttliche Dreifaltigkeit. Gott Vater ist der Gott über uns, wie es im aaronitischen Priestersegen heißt: „Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht über dir leuchten und sei dir gnädig. Weiterlesen