Wenn ein Stern das Herz erfreut

Stern von Betlehem

Stern von Betlehem

Es gibt tatsächlich einen Stern, der als der hellste von allen Sternen vor Sonnenaufgang am Himmel zu sehen ist. Man nennt ihn den Morgenstern. Die meiste Zeit des Jahres übernimmt der Planet Venus diese Aufgabe. Womöglich sind die Sterndeuter aus dem Osten diesem hellen Morgenstern gefolgt. Das wäre faszinierend, denn genau diesen Stern könnten wir heutzutage immer noch sehen, jeden Morgen. Und wir könnten uns wie die Sterndeuter von diesem Morgenstern in Bewegung bringen lassen. Von den Sterndeutern heißt es im Matthäus-Evangelium:

„Als sie den Stern sahen, wurden sie von sehr großer Freude erfüllt.“ (Mt 2, 10) Wenn wir wollen, können wir diese Freude teilen! Wir müssen nur in der Morgendämmerung den Blick zum Himmel richten. Das ist überhaupt eine gute Idee für das neue Jahr: den Blick nach oben zu richten, und sich nicht ständig hängen zu lassen und sich niedergeschlagen, mit gesenktem Kopf und freudlos dahinzuschleppen. Jeder von uns braucht einen Stern, der ihn erfreut, erleuchtet und in die richtige Richtung führt. Für uns Christen ist klar: Jesus Christus ist so ein Stern. Er ist der wahre Morgenstern, der in Ewigkeit nicht untergeht. Der schlesische Dichter Angelus Silesius schreibt über ihn: „Morgenstern der finstern Nacht, der die Welt voll Freuden macht, Jesu mein, komm herein, leucht‘ in meines Herzens Schrein. Schau, dein Himmel ist in mir, er begehrt dich, seine Zier. Säume nicht, o mein Licht, komm, komm, eh der Tag anbricht.“

Ulrich Manz

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