Als Christus die Ketten des Todes zerbrach

Anastasis-Ikone

Anastasis-Ikone

Im Exsultet der Osternacht heißt es: “Dies ist die selige Nacht, in der Christus die Ketten des Todes zerbrach und aus der Tiefe als Sieger emporstieg. O unfassbare Liebe des Vaters: Um den Knecht zu erlösen, gabst du den Sohn dahin! O wahrhaft heilbringende Sünde des Adam, du wurdest uns zum Segen, da Christi Tod dich vernichtet hat. O glückliche Schuld, welch großen Erlöser hast du gefunden!” Die orthodoxen Anastasis-Ikonen stellen das sehr beeindruckend dar. Sie zeigen den Auferstandenen, wie er auf den ausgehängten Portalen des Höllentors steht, darunter ein Sammelsurium von Schlössern, Schlüsseln, Haken und Ketten, die der Auferstandene gesprengt hat. Mit seinen beiden ausgestreckten Händen zieht Christus den Adam und die Eva aus ihren Gräbern heraus, sehr zum Erstaunen der Heiligen, die im Hintergrund stehen. Er führt die beiden zusammen wie ein Brautpaar, das lange getrennt war. So erfüllt sich, was in der Präfation von Weihnachten vorausgesagt worden war: “Er heilt die Wunden der ganzen Schöpfung, richtet auf, was darniederliegt, und ruft den verlorenen Menschen ins Reich deines Friedens. Darum rühmen dich Himmel und Erde, Engel und Menschen und singen das Lob deiner Herrlichkeit.”

 

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